Title: Herzgesundheit trotz Hitze: Was Herzpatienten im Sommer beachten sollten
Author: KardioZentral - Kardiologe München
Published: 17. August 2020
Last modified: 16. Juni 2026

---

# Herzgesundheit trotz Hitze: Was Herzpatienten im Sommer beachten sollten

 Veröffentlicht am 17. August 202016. Juni 2026 von [KardioZentral - Kardiologe München](https://www.kardiologiemuc.de/author/kardiozentral-kardiologe-muenchen/)

Sommer, Sonne, Sonnenschein – die schönste Zeit des Jahres steht vor der Tür und
mit ihr steigende Temperaturen. Während die meisten die Natur genießen können, kämpfen
besonders ältere Menschen und vor allem **Herzpatienten** mit den **Auswirkungen
der Sommerhitze**. Wir von KardioZentral Ihrer [Kardiologie in München](https://www.kardiologiemuc.de/)
erklären, worauf Betroffene besonders achten müssen.

## Welche Zusammenhänge bestehen zwischen Außentemperatur und Herzfunktion?

Die Körpertemperatur des Menschen sollte durchschnittlich zwischen 36 und 37 Grad
betragen. Erhöhen sich diese Werte durch intensive Hitze, gibt der Körper die übermäßige
Wärme wie folgt über die Haut ab:

Die **Blutgefäße** in den Armen und Beinen** erweitern sich**, sodass mehr Blut 
hindurchfließen kann. Dieses kann die überschüssige Wärme über die große Hautoberfläche
der Extremitäten ausscheiden; sie verdunstet. Das „abgekühlte“ Blut fließt ins Zentrum
des Körpers zurück und lindert die Temperatur von innen. Reicht das nicht aus, beginnen
wir zu schwitzen.

Pumpt der Körper bei großer Sommerhitze vermehrt Blut durch die Adern, muss das **
Herz in Hochleistung** arbeiten. Der **Blutdruck sinkt**. Ein gesundes Herz schafft
diesen Kraftakt problemlos. Ein krankes Herz gelangt hierbei oftmals an seine Grenzen.
Besonders bei Menschen mit Bluthochdruck, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Herzinsuffizienz
befindet sich der Körper dadurch im Dauerstress.

## Was sollten Herzpatienten bei hohen Temperaturen beachten?

Bereits hohe Sommertemperaturen** über 30 Grad Celsius** können für Senioren und
Menschen mit Herz- und Kreislaufproblemen zur Tortur werden. Mögliche Folgen zeigen
sich oftmals in Schwindel, Blutdruckabfall, Müdigkeit, Kreislaufkollaps, Muskelkrämpfen
oder Herzrhythmusstörungen. Das muss nicht sein! Um diese **Belastungen weitestgehend
zu vermeiden**, haben wir Ihnen einige vorbeugende Tipps zusammengestellt:

 * **Direkte Sonne** und Mittagshitze umgehen: Aktivitäten in den Morgen- oder Abendstunden
   ausführen. Kühle Räumlichkeiten aufsuchen oder im Schatten aufhalten.
 * Genügend **Ruhepausen** einlegen
 * **Kopfbedeckung** und bequeme, helle Kleidung tragen
 * **Trinken** Sie ausreichend (bevorzugt Fruchtschorlen, Mineralwasser oder Tee).
   Achten Sie darauf, dass die Getränke nicht eisgekühlt sind, da sie der Körper
   sonst wieder erwärmen muss. Patienten mit Herzinsuffizienz sollten die Trinkmenge
   mit ihrem Kardiologen abstimmen!
 * Herz-Kreislauf-System durch** regelmäßige Bewegung** stärken (Herzsportgruppe,
   Schwimmen, Walking, Radtouren). An heißen Sommertagen kein Training durchführen
   und eher einen Ruhetag einlegen.
 * Wer gern wandert, sollte das **Mittelgebirge** bevorzugen. In Höhenlagen ab 2.500
   m sinkt der Sauerstoffgehalt der Luft. Dadurch kann das Herz zu stark belastet
   werden, falls bestimmte Herzerkrankungen vorbestehen.
 * Durch erhöhtes Schwitzen verliert der Körper viel Flüssigkeit und die darin enthaltenen
   Elektrolyte wie Kalium und Natrium. Bereits eine **salzarme Gemüsebrühe** kann
   den Mineralstoffhaushalt wieder ausgleichen.
 * Gegebenenfalls müssen bestimmte **Medikamente angepasst** werden. Vereinbaren
   Sie hierzu ggf. einen Termin bei Ihrem Hausarzt oder Kardiologen. Dieser sollte
   die Dosierung von Medikamenten wie Entwässerungsmittel und Blutdrucksenker bei
   hohen Temperaturen überprüfen und gegebenenfalls neu anpassen.

## Bei welchen Anzeichen sollten Sie ärztliche Hilfe suchen?

Sollte **Schwindel** auftreten und nach kurzer Zeit nicht nachlassen oder zusätzlich
Symptome wie **Kopfschmerzen**, **Übelkeit**, oder **Erbrechen** auftreten, ist 
Vorsicht geboten. Das sind meist Zeichen einer Austrocknung oder Überhitzung. Geschwollene
Beine, Herzrasen und Atemnot können auf eine **Herzschwäche** hindeuten. In beiden
Fällen sollten Sie einen Arzt konsultieren. Im Notfall müssen Angehörige den Rettungsdienst
alarmieren.

## Beitragsnavigation

[Mineralien & Herzgesundheit: diese Zusammenhänge sollten Sie kennen](https://www.kardiologiemuc.de/mineralien/)

[Weltherztag 2020: mehr Achtsamkeit für die Herzgesundheit in München](https://www.kardiologiemuc.de/weltherztag-2020-mehr-achtsamkeit-fuer-die-herzgesundheit-in-muenchen/)