Title: Ultraschall
Author: RegioHelden
Published: 28. Juni 2022
Last modified: 7. Februar 2024

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Sprechzeiten: Mo.–Do. 08:30–12:30 Uhr + 14:30–18:00 Uhr | Fr. 08:30–12:30 Uhr

# Der Herzultraschall – wie funktioniert er und wann ist er nötig?

Ein Herzultraschall ist bei Menschen wichtig, die an einer **Herzerkrankung** leiden.
Er ist eine Möglichkeit, eine genaue Diagnose zu erstellen. Der Herzultraschall 
wird manchmal auch als **Echokardiographie** bezeichnet, da der Schallkopf des Geräts
in hohen Frequenzen Wellen aussendet wie ein Echo. Diese Wellen machen wiederum 
verschiedene Strukturen sichtbar wie Herzklappen, Herzbeutel und Wände. Ein Herzultraschall
ist komplett schmerzfrei und die Wellen sind gänzlich unsichtbar. Wir [Kardiologen](https://www.kardiologiemuc.de/?output_format=md)
von KardioZentral erklären Ihnen im Folgenden, welche Verfahren es beim Herzultraschall
gibt, wann es nötig ist, einen **Herzultraschal**l zu machen und welche Diagnosen
man daraus stellen kann.

## Welche Verfahren gibt es?

Grundsätzlich gibt es zwei Verfahren des Herzultraschalls. Zum einen die **transthorakale**
Echokardiographie, zum anderen die **transösophageale** Echokardiographie.

Bei der ersten Variante wird der Schallkopf des Geräts auf dem Brustkorb angebracht.
Dabei achtet der Arzt darauf, den Ultraschallkopf **zwischen zwei Rippen** zu setzen,
da Knochen den Schall stark ablenken. Vorher wird ein Ultraschallgel an entsprechender
Stelle angebracht. Dieses verbessert die Bildqualität. Der Patient liegt entspannt
auf der Seite und kann sich zusammen mit dem Arzt sein Herz anschauen.

Ist diese Variante nicht genau genug, gibt es ergänzend oder alternativ die transösophageale
Echokardiographie. Das „trans” im ersten Wort bedeutet in dem Fall durch die **Speiseröhre**.
Man spricht hier auch von einem Schluckecho. Ähnlich wie bei einer Magenspiegelung
wird eine **Sonde in die Speiseröhre** eingefügt. An dessen Spitze ist ein Ultraschallkopf
montiert. Das Schlucken der Sonde wird erleichtert, indem Sie vor der Untersuchung
ein örtlich betäubendes Spray in den Rachen gesprüht bekommen. Nach Wunsch erhalten
Sie zusätzlich ein Beruhigungsmittel.

Der Vorteil der transösophagealen Methode ist die Nähe der Speiseröhre zum Herzen.
So kann man einiges mehr sehen als bei der transthorakalen Methode. Einige empfinden
das **Schluckecho** aber als unangenehm und bevorzugen die andere Methode. Einzelheiten
sollten immer mit dem Arzt besprochen werden.

## Wann wird ein Herzultraschall gemacht?

Die Diagnostik des Herzultraschalls wird entweder bei Patienten angewendet, die 
bereits eine festgestellte Herzerkrankung haben, um sich das Herz im **aktuellen
Zustand** anzuschauen und eventuelle **Veränderungen** frühzeitig zu merken; oder
bei Herzbeschwerden, um die Ursache dafür zu finden. Haben sich Strukturen am Herzen
oder am Bewegungsablauf dessen verändert, wird dies durch einen Herzultraschall 
sichtbar. Ab und an kommt der Ultraschall auch als **Kontrolle bei Erkrankungen**
oder nach Behandlungen zum Einsatz. Bei folgenden Krankheitsbildern wird normalerweise
ein Herzultraschall durchgeführt:

 * Herzklappenerkrankungen
 * Herzinsuffizienz (Herzschwäche)
 * Herzrhythmusstörungen
 * Fehlbildungen
 * Herzinfarkt

## Was kann mit der Methode diagnostiziert werden?

Bei einem Herzultraschall können verschiedene Arten von Veränderungen am Herzen 
diagnostiziert werden. So zum Beispiel **starke Vergrößerungen** des Herzens, **
verdickte Wände** oder **Verengungen** (auch Klappenstenose genannt). Außerdem kann
man mit dem Ultraschall auch Undichtigkeiten erkennen. Dies wird auch Klappeninsuffizienz
genannt.

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